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Leserbriefe

Aus unserer Leserumfrage:

Welcher Artikel hat Ihnen bisher am Besten gefallen? Vorsaetze

Welcher Artikel hat Ihnen überhaupt nicht gefallen? Geschichten erzaehlen

Warum? Der Artikel ueber die Vorsaetze zaehlte einige gute Beispiele auf und gab interessante Tips. Der Artikel ueber die Erzaehltaktiken hingegen verallgemeinerte die Wirkung verschiedener rethorischer Mittel zu sehr. Mich selbst aegert es zum Beispiel immer furchtbar, wenn Leute irrelevante Zusaetze in Alltagsanekdoten einbauen und zum Maerchenonkel werden. In dem Beispiel mit der Klassenkameradin haette ich den Erzaheler spaeter gefragt, was denn die umstaendliche Zanharzteinleitung sollte und weshalb er die Geschichte nicht sachlicher und effezienter haette erzaehlen koennen.

Welche Themen wünschen Sie sich für die Zukunft? Mehr tiefenpsychologische und medizienisch psychologische Artikel, weniger Popuplaerpsychologie.


Welcher Artikel hat Ihnen bisher am Besten gefallen? Selbstbewußtsein, Mann und Frau

Welcher Artikel hat Ihnen überhaupt nicht gefallen? Schlafforschung

Warum? Zu viele Widersprüche zu anderen mir bekannten Veröffentlichungen. Diese wurden nicht erwähnt und so natürlich nicht aufgeklärt.

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Welche Themen wünschen Sie sich für die Zukunft? Weiter so, der Mix ist super

Gratulation!

Die bisher beste Ausgabe... für MEINEN Geschmack.

Weiter so!

Frohes Fest und Guten Rutsch,

Frank.

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Betreff: Beitrag Transsexualität

Woher kommt Transsexualität ? Was ist Transsexualität ? Diese Fragen stellen sich viele, auch die Betroffenen selbst. Es gibt wohl keine eindeutige Antwort, doch das Leben im falschen Geschlecht ist wie unschuldig im Gefängnis sitzen. Oft sitzen die Betroffenen jahrzehnte in diesem Gefängnis bis sie es schaffen die Tür zu öffnen und zur ihrer wahren Identität stehen.

Ich bin selbst von diesem Problem betroffen und habe viel Verständnis erfahren, leider nicht bei Krankenkassen, Richtern und der Politik die uns in Stich läßt.

 liebe Grüße
Veronika

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da sie ständig nach neuen themen suchen, würde ich mich wirklich freuen, einmal etwas mehr über die psychologie in der werbung (oder auch etwas spezifischer) zu lesen. ich finde ihre beiträge ausgesprochen interessant und auch informativ.

eine psychologie-studentin

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(Vorbemerkung zum folgenden Leserbrief:
Der Autor legt nach Rückfrage zur Veröffentlichung großen Wert auf die Feststellung, daß folgenden Zeilen ...nicht als Zustimmung zum Gebrauch beliebiger Drogen mißverstanden werden...)
Hallo, liebe Leute von EGONet!
Ich habe mir Euren Newsletter aus Neugierde ein paarmal kommen lassen - mit widersprüchlichen Eindrücken - und ihn jetzt wieder abbestellt. Ich habe wenig Zeit, darum hier nur ein paar wenige Eindrücke.

Positiv finde ich: Ihr greift wichtige Themen auf, so daß, wer Euren Newsletter liest, in Sachen 'Umgang mit sich selbst und anderen' wirklich rundum so ziemlich die Skala der Themen vorfindet, die an der Grenze zwischen Wissenschaft und Publikum ins Blickfeld der Aufmerksamkeit geraten sind. Und manche Darstellungen instruieren auch gut über den Stand der Erkenntnisse - allerdings mehr die Erkenntnisse, die sich auf Körperliches beziehen. Hier brauche ich wohl nichts zu exemplifizieren.

Negativ finde ich, daß Ihr bei vielen Themen - darunter höchst brisanten - mit allerlei treffender technischer Sachkenntnis, aber ohne tiefergehende Kenntnis und auf oberflächliche Weise, die niemandem wirklich hilft, bloß die Vorurteile unserer Gesellschaft genau so aufkocht, wie sie sie Euch darbietet.
Ich nehme als Beispiel Euren Artikel über "Rauschgifte". Schon der Name ist in dieser Allgemeinheit skandalös tendenziös und hält einer genauen Kritik nicht stand. Unter den Stoffen, für die er jedoch sehr wohl gilt, fehlt aber dann auch noch der faktisch in unserem Land verhängnisvollste, dem Leben und Gesundheit von Zehntausenden mehr Deutschen zum Opfer fallen, als allen bewußtseinsverändernden Drogen zusammen: der Alkohol (nur sehr indirekt ist mal Alkoholismus zum Vergleich des Entzugs erwähnt). Das nenne ich eine verwerfliche Begriffsmanipulation, die ein sicher und klar unhaltbares Vorurteil dieser Gesellschaft aufkocht und ihre unterschwellige Selbsttäuschung bekräftigt.
Ganz zu schweigen davon, daß die leicht bewußtseinsverändernden Drogen Coffein und Nikotin, deren zweiter in der Kombination als Zigarette ebenfalls zigtausendmal mehr an Gesundheit und Menschenleben zum Opfer fallen, überhaupt nicht unter dieses Wort fallen, das erste wegen des zweiten Wortteils nicht, das zweite wegen des ersten Wortteils nicht. Daß es sich bei beiden jedoch auch um bewußtseinsverändernde Drogen handelt, ist aber ebenfalls wichtig, um die anthropologische Rolle des Wunsches nach Bewußtseinsveränderung ermessen zu können: Er scheint nämlich zum Menschen zu gehören, und was zum Menschen gehört, verdrängen zu wollen, war noch in keinem versuchten Fall erfolgreich, hat nur zu Schlimmem geführt. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß die Lüge, die in der Maxime "Keine Drogen!" steckt, von den jungen Leuten dumpf erkannt wird und bei ihnen zu einer fatalen allgemeinen Verwerfung ALLER Warnungen führt.
Zum gesamten Thema 'Gebrauch bewußtsensverändernder Stoffe': Hier gibt es leicht zugängliche Forschungsergebnisse, und auch führende Köpfe der Drogenberatung könnten Eurer Sicht derart, wie der altkluge kleine Max die Liebe sieht, leicht ein bißchen mehr Tiefgang geben. Oder lest wenigstens mal im Buch des Schweizer Forschers und Uni-Professors für Psychiatrie Adolf Dittrich: "Ätiologie-unabhängige Strukturen veränderder Wachbewußtheitszustände" (Enke-Verlag) bloß die etwas mehr als fünf Seiten der "Einleitung" mit dem Untertitel "Zum Gegenstand dieser Arbeit" - und schon könnt Ihr nicht mehr so kleiner-Max-artig daherschwafeln; aber auch des tschechisch-amerikanischen Psychiaters Stanislav Grof Buch "LSD-Therapie" - sie ist in der Schweiz, soviel ich weiß, inwischen als vielversprechende Psychotherapie zugelassen - oder sehr umfassend "Das Abenteuer der Selbstentdeckung", beide im Köselverlag, oder des chilenisch-amerikanischen Psychiaters Claudio Naranjo Fischer-Taschenbuch "Die Reise zum Ich". Alles Bücher, die bei uns im Buchhandel sind oder jedenfalls bis vor kurzem waren und in Bibliotheken zu finden sind.
Und falls Ihr sagt: "Wie sollen wir als Laien da draufkommen!", dann antworte ich Euch: Das ist keine Rechtfertigung dafür, über so wichtige Themen in der Pose der Wissenden öffentlich herumzudilettieren. Wenn Ihr darüber eben nicht richtig Bescheid wißt, dann müßt Ihr darüber eben schweigen - und nicht falsche und primitive Vorurteile mit technischen und statistischen Einzelheiten aufmotzen und verbreiten. Es ist ethisch nicht zu rechtfertigen, weil man keinen Zugang findet, in der Pose von Wissenden öffentlich Irrtümer zu bekräftigen. Viele jungen Leute merken bei ersten Berührungen mit Drogen dumpf, daß in dem, was die Älteren sagen, etwas nicht stimmt, wissen aber nicht was und glauben dann auch das nicht mehr, was zu glauben lebenswichtig für sie wäre.

Das Zweite, was ich negativ finde, ist: Daß Ihr alles im Brustton völliger Überzeugtheit vortragt - ich konnte nirgendwo Bescheidenheit, Behutsamheit, Zwischentöne, Einschränkungen oder skeptische Vorsicht erkennen: Alles ist in demselben Schreistil völlig gewisser Behauptungen abgefaßt. Zwei Gedichte des weisen Wilhelm Busch, das erste ironisch, will ich Euch ins Stammbuch schreiben:
Zwar ist das Denken schwer - indes:
Das Schreiben geht auch ohne es.
Und:
"So ist die Sach!" Oh, wie so leise,
Wenn überhaupt, sagt das der Weise.
Um das abermals am Beispiel Drogen zu zeigen: Ihr habt Euch ganz offensichtlich zum Beispiel noch nie gefragt, ob nicht vielleicht das Zusammenwerfen aller Drogen in einen Topf, weil ja die Soft-Drogen wie Haschisch Einstiegsdrogen sein können, GERADE DAS HERVORRUFT, was es verhindern soll: Daß Soft-Drogen leicht zu Einstiegsdrogen werden können? Daß nämlich, weil alles in einem Topf ist, der Schritt von der Steinschleuder Haschisch zur Kanone LSD und von der Kanone LSD zum absoluten Killer Heroin dann nicht mehr als riesenhaft und sehr entscheidend erkennbar ist? Und daß die Übertreibungen hinsichtlich Haschisch und MDMA ("Ecstasy") von Jugendlichen dumpf als Übertreibungen erkannt und diese Erkenntnis dann fälschlich auch auf Heroin verallgemeinert werden könnte? Und daß die Auslassung des Alkohols und des Nikotins im chemischen Cocktail Zigarette den unterschwelligen Eindruck erzeugen kann, Alkohol und Zigarette seien weit weniger gefährlich als "sämtliche Drogen" (richtig: sämtliche ÜBRIGEN bewußtseinsverändernden Drogen)?

Das Dritte, das ich negativ finde, ist, daß Ihr hinsichtlich der Entwicklung einer eindrucksvollen Persönlichkeit die Betonung hauptsächlich auf "eindrucksvoll" legt (was aber die Entwicklung mißraten läßt), und das "eindrucksvoll" durch technische Einzelheiten kopflastig zu manipulieren anregt (was das "eindrucksvoll" entweder entwicklungsbehindernd mißraten oder aber mißlingen läßt).

Manfred K.

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Hallo !

Ich habe Ihre Veröffentlichung im Internet mit großem Interesse gelesen, u.a. auch weil ich mich gerade in Ausbildung zum systemischen Hypnotherapeuten beim Milton H. Erickson Institut in Köln befinde.
Das, was Sie beschreiben, kommt doch eher -und das haben Sie ja auch erwähnt- dem AT näher und hat mit Hypnose als solche gerade einmal "Verwandtschaftsstatus".
In der Hypnose fallen Sie auch nicht in einen tiefen Schlaf; im Gegenteil: Ihr Gehirn ist aktiver als im Wachzustand. Hypnose ist (fast) nichts anderes als Trance, d.h. Ihre Wahrnehmung ist auf ein bestimmtes "Ziel" fokussiert. Es wäre günstiger, dieses Ziel als Bild bzw. bildhafte Metapher zu bearbeiten"; das verringert die innerpsychischen Widerstände.Ich rate Ihnen dringend (!!!), diese Bilder mit jemandem zu erarbeiten und dann in der Trance so zu verändern, daß das neue Bild eine Lösung darstellt.Wenn Sie Lust und Interesse haben, mir zu antworten, würde ich mich sehr freuen; Feedback finde ich persönlich immer sehr interessant.
Viele Grüße

Ihr D. Dellmann
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