Der altgriechische Philosoph
Empedokles lehrte, daß alle Materie aus vier Stoffen
besteht: Feuer, Erde, Wasser und Luft. Alles Existierende
sollte aus ihnen zusammengesetzt sein. Die Chinesen besaßen
eine ähnliche Anschauung. Sie unterschieden fünf
Elemente:

Für die fernöstlichen Gelehrten lieferten diese
Elemente aber nicht nur die Grundstruktur der Welt. Sie
erzeugten Energieflüsse, die über das Wohl und
Wehe des kosmischen und menschlichen Daseins entschieden.
Nur dort, wo die Elemente in perfekter Harmonie angeordnet
waren, entsprang ihnen eine neue, positive Energie: das
Chi, der kosmische Atem. Feng Shui (deutsch: Wind und Wasser)
lehrt, wie diese Harmonie hergestellt werden kann.
Für die Wirksamkeit des Feng Shui ist es unerheblich,
ob seine Theorie physikalisch Sinn macht. Im Alltag ist
es uns egal, daß Feuer nur eine Nebenwirkung der Verbindung
von Molekülen mit Sauerstoff ist. Auf unser Gemüt
wirken seine Wärme, sein Knistern und sein Farbenspiel.
Leben nach Feng Shui bietet die Chance, die innere Harmonie
wiederzufinden und zu bewahren. In jedem Lebensbereich lassen
sich die 5 Elemente wiederfinden. Wer in seinen Tätigkeiten
auf ihre Ausgewogenheit achtet, wird zu Ruhe, Gelassenheit
und Zufriedenheit mit sich selbst und seiner Umgebung finden.
An drei Beispielen wollen wir die Anwendung des Feng Shui
zeigen:
Farben. Den Elementen sind folgende Farben zugeordnet:
Wasser à
Blautöne (Aqua bis Türkis)
Feuer à
Rottöne, dunkles Braun
Metall à
Weiß, Hellgrau
Erde à
Gelb, Beige, Hellbraun
Holz à
Grüntöne.
Egal, ob Wohnungseinrichtung, die Kleidung oder das morgendliche
Make-up: Ausgewogenheit der Farben ist wichtig. Sie verstärkt
die Vitalität und die individuelle Ausstrahlung. Dabei
auf die eigenen Körperfarben achten. Wer blaß
und/oder grauhaarig ist, sollte sein Farbspektrum mit Feuer-,
Holz- und Erdtönen erweitern. Rothaarige werden dagegen
in ihrer Kleidung Feuertöne meiden, sondern auf Kontrastfarben
wie hellblau oder grün setzen.
Atem. Feng Shui ergänzt sich hervorragend mit
Yoga. Die alten Meister vertraten eine ganzheitliche Auffassung:
Keine äußere Schönheit ohne innere Harmonie,
die wiederum durch äußerliche, körperliche
Übungen gefördert wird. Stimmen Sie sich gleich
nach dem Aufstehen auf den kommenden Tag ein, indem Sie
sich in den Lotussitz (Schneidersitz, dabei die Füße
auf die Innenschenkel legen) begeben. Das Gesicht zeigt
Richtung Sonne. Die Augen schließen, an etwas Schönes
(Palmenstrand, Blumenwiese) denken, entspannt lächeln
- und ruhig atmen. Das bedeutet: normal einatmen, aber betont
langsam ausatmen. Dadurch stellt sich im Nu ein entspannter,
tiefer Atem ein. Achten Sie dabei auf Bauch und Zwerchfell.
Dorthin, dem Zentrum der körpereigenen Chi-Energie,
soll der Atem fließen und von dort Ruhe auf Körper
und Seele ausstrahlen. Dauer der Übung: drei bis fünf
Minuten, dabei vor dem inneren Auge immer wieder die Blumenwiese
oder den Palmenstrand vorbeiziehen lassen. Anschließend
gerade hinstellen und den Körper strecken sowie einige
leichte Gymnastikübungen ausführen.
Essen. Den fünf Elementen sind bestimmte Nahrungsmittel
zugeordnet. Bestimmen Sie zu gleichen Anteilen die Zusammensetzung
Ihrer Ernährung, ist eine ausgewogene Schlankheitskost
mit viel Eiweiß und wenig Fett gesichert. Die Zuordnung
lautet:
Wasser à salzig à
Fisch, Gohnen, Erbsen, Soja, Kräutersalz, Mineralwasser
Feuer à
bitter à Kohl,
Salat, Oliven, Lamm, Schafskäse, Roggen, Beifuß,
Oregano, grüner/schwarzer Tee.
Metall à
scharf à Zwiebeln Radieschen,
Gans, Wildschwein, Harzer und Schimmelkäse, Senf, Schnittlauch,
Chili, Ingwer, Kräutertee
Erde à
süß à
Möhre, Kartoffel, Spinat, Zucchini, Trauben, Bananen,
Kalb, Schwein, Milch, Reis, Fenchel, Zimt, Nüsse, Öl,
Gemüsesaft
Holz. à
sauer à Sauerkraut,
Tomaten, Gurken, Ente, Huhn, Weizen, Quark, Joghurt, Petersielie,
(saure) Äpfel, Zitrusfrüchte, Früchtetee.
Rezepte für eine ausgewogene Mischung der fünf
Nahrungsgruppen finden Sie in:
Beate Schnorrenberger: Die 5-Elemente-Diät. Trias-Verlag,
DM 19,90.
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von EGO-Net:
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