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Fatburner
Ihre Wunderwaffe gegen Fettpölsterchen

Ausgabe April 2002/ 5. Jahrgang

 

Ferienwohnung im Sonnenhaus Rügen

Fett ist lebensnotwendig. Es sorgt für geschmeidige Haut und ist ein unverzichtbarer Baustein von Zellwänden und Nerven. Das Problem der Übergewichtigen lautet vielmehr: Zuviel vom falschen Fett, in Kombination mit zuviel Zucker.

 

Drei Ernährungssünden führen zu Übergewicht:
Unkontrolliertes Naschen an langen Fernsehabenden
Fertigprodukte mit hoher Energiedichte
Wechsel von Diäten und Jojo-Effekt als Folge übertriebener Schlankheitsideale.

Doch Fett allein macht nicht fett. Erst die Kombination mit Bewegungsmangel und energiereicher Nahrung mit viel freiem Zucker veranlaßt den Körper, dicke Fettpolster zu bilden. 60 bis 80 Gramm Fett benötigen wir pro Tag um
Hormone und Gallensalze zu bilden
Haut und innere Organe auszupolstern und mit einer Schutzschicht zu versorgen
um die Vitamine A, D, E und K zu den Zellen zu transportieren - ohne Fett wären wir nachtblind, krebsanfällig und litten unter brüchigen Knochen.

60 Gramm Fett pro Tag entspräche 420 Kalorien. Den übrigen Energiebedarf - bis 1500 Kalorien bei sitzender Tätigkeit, bis 3000 Kalorien bei körperlich Arbeitenden und Sportlern - decken schlanke Menschen aus Kohlenhydraten: Kartoffeln, Nudeln, Reis, Vollkornbrot ... Wer außerdem viel Eiweiß ißt (Fisch, mageres Fleisch, Milchprodukte Hülsenfrüchte), dürfte keine Gewichtsprobleme kennen.

Die Statistik verrät: im Schnitt nehmen wir pro Tag 200 Gramm Fett zu uns. Das ergibt knapp 1000 zusätzliche Fettkalorien. Da kommt in einer Woche ein Kilo Fett zusammen, das der Körper nicht für seine Energiegewinnung benötigt und deshalb für schlechte Zeiten vorsorglich auf Bauch und Hüften ablagert.

Hoffnungslos? Durchaus nicht. Die Münchener Autorin Marion Grillparzer verrät in Ihrem Erfolgsbuch „Fatburner. So einfach schmilzt das Fett weg“ Auswege aus dem Teufelskreis. Beginnen wir mit einer simplen Überlegung: Wenn wir genetisch programmiert sind, Fettreserven anzusammeln, müssen wir auch über Mechanismen verfügen, diese Reserven wieder abzubauen und zu nutzen - sonst wäre diese Vorratsbeschaffung unserer Fettzellen ja nutzlos. Hungern allein hilft nicht. Das beweisen die zu 95 Prozent erfolglosen Diäten. Der Körper schaltet auf sein Notsparprogramm, drosselt seinen Energieverbrauch und sammelt aufgrund der Hungererfahrung noch mehr Fettpolster an, sobald die Nahrungszufuhr wieder steigt. Selbst nach mehrtätigem Fasten erreicht der Körper nach kurzer Zeit wieder sein Ausgangsgewicht.

Verringern Sie Ihre Fettzufuhr auf unter 100 Gramm pro Tag. Versuchen Sie aber nicht, Fett gänzlich zu vermeiden. Das würde nur dazu führen, daß der Körper lernt, das wenige Restfett der Nahrung noch effektiver herauszulösen. Heizen Sie statt dessen Ihre körpereigene Fettverbrennung. an:

Verringern Sie den Anteil von Fertignahrung an Ihrem Essen. Wir sind genetisch auf Naturnahrung programmiert. Industriell verarbeitete Nahrung liefert mit jedem Gramm mehr Energie und Fett, als unsere Verdauung „erwartet“. 100 Gramm Pellkartoffeln enthalten nur 0,3 Gramm Fett, Kartoffelchips aber 40 Gramm. Das ergibt einen Unterschied von fast 500 Kalorien!

Meiden Sie Kombinationen von Fett und Kohlenhydraten (Zucker, Stärke). Die Kohlenhydrate liefern allein schon so viel Energie, daß der Körper das beigefügte Fett komplett abspeichern kann. Essen Sie entweder nur Kohlenhydrate oder nur Fett - in Kombination mit Gemüse und Eiweiß. Achtung: Eiweiß pur, wie in manchen Diäten empfohlen, ist schädlich! Das löst eine Entwässerung des Körpers aus, ohne die Fettreserven anzugreifen.

Je flüssiger ein Fett, desto besser. Olivenöl mit viel Vitamin E ist das Geheimnis der gesunden Mittelmeerküche. Butter, Sahne und Margarine (pur oder versteckt in Gebäck) sind hauptverantwortlich für die hohen Anteile schädlichen Cholesterins im Blut der Mitteleuropäer.

Viele Obst- und Gemüsesorten, aber auch Milchprodukte und Fisch fördern die Fettverbrennung. Sie enthalten neben Vitaminen, Mineralien und sekundären Pflanzenstoffen sogar Fette, die den Abbau von Fettreserven fördern. Besonders zu empfehlen: Äpfel, Beeren, Aprikosen, Papaya, Ananas, alle Kohlsorten, Kräuter und Seefisch wegen des hohen Jodgehalts.

Der wichtigste Fatburner ist Bewegung. Ob Joggen, Radfahren, Inline-Skaten: gemächliche Bewegung im Trabtempo, die nur leichtes Schwitzen auslöst, verbrennt Fett. Schnelle Bewegung, die uns außer Atem bringt, verbrennt die kurzfristigen Zuckerspeicher in den Muskeln und läßt die Fettpolster unangetastet.

Literatur:
Marion Grillparzer: Fatburner. So einfach schmilzt das Fett weg. Gräfe und Unzer, München 1999.
Marion Grillparzer, Martina Kittler: Fatburner. Rezepte. Gräfe und Unzer, München 2000.

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